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Magazin / Alltag

Darf ich das Croissant essen?
Ja. Und hier ist warum.

Frau Mitte 40 steht vor einer Bäckerei — Hand an der Türklinke, sehnsüchtiger Blick auf goldene Croissants hinter dem Glas

Ich stehe vor meiner Lieblingsbäckerei und der Duft ist unfair. Butter, Mandeln, frisch gebackener Teig. Und zum ersten Mal seit Jahren denke ich nicht: Darf ich das? Ich denke: Will ich das? Ja. Und ich weiß jetzt, warum das völlig in Ordnung ist.

Ich kenne das.

Ich habe die ganze Woche durchgehalten. Salat. Protein. Kein Zucker. Und dann steht es da: das perfekte Croissant. Goldbraun. Buttrig. Und sofort meldet sich die Stimme im Kopf: "Ich sollte nicht."

Du kennst diese Stimme auch. Dieses leise Verhandeln mit dir selbst, ob du es "verdient" hast. Ob du es dir "erlauben" kannst.

Wir alle kennen diesen Moment. Und wir alle haben zu lange geglaubt, dass Genuss eine Schwäche ist.

Die Wahrheit? Dieser innere Kampf schadet uns mehr als jedes Croissant der Welt.

Aber wer hat uns eigentlich beigebracht, dass Genuss eine Schwäche ist? Wir nicht. Ich habe lange geglaubt, dass Disziplin bedeutet, sich alles zu verbieten. Bis ich verstand: Echte Disziplin ist, das Richtige 80% der Zeit zu tun – und die anderen 20% zu leben. Das ist der Kern einer nachhaltigen Ernährung in den Wechseljahren.

Perfektion ist nicht das Ziel. Balance ist das Ziel.

„Echte Disziplin ist, das Richtige 80% der Zeit zu tun – und die anderen 20% zu leben."

Dunkles Editorial Flat Lay: Küchenwaage, Maßband, traurige Salatbox und Kalorien-App — die Trostlosigkeit strikter Diäten

Ernährung in den Wechseljahren — Die 80/20-Regel: Warum sie funktioniert

Die 80/20-Regel ist simpel:

  • 80% der Zeit: Du isst nährstoffreich und bewusst. Protein, gesunde Fette, Gemüse. Die Grundbausteine, die dein Körper nach 40 braucht.
  • 20% der Zeit: Du genießt. Das Croissant. Das Glas Wein. Die Pizza mit Freundinnen. Ohne Schuld. Ohne Rechtfertigung.

Warum funktioniert das für die Ernährung ab 40? Weil dein Körper nicht auf einzelne Mahlzeiten reagiert. Er reagiert auf Muster. Auf das, was du über Wochen und Monate tust – nicht auf das eine Croissant am Sonntagmorgen.

Dein Leben ist real, nicht ideal. Und ein reales Leben beinhaltet Croissants, Wein und Geburtstagskuchen.

Das ist ok. Wiederholen schlägt Perfektion.

Luxuriöses Wochenend-Brunch auf Marmortisch — goldene Croissants, Avocado-Toast, frische Beeren, Champagner und Joghurt im Sonnenlicht

Ernährung Frauen ab 40: Warum strikte Diäten nach hinten losgehen

Du kennst das Spiel: Montag startest du motiviert. Mittwoch wirst du schwach. Freitag gibst du auf. Und dann kommt die Scham. Der Neustart am nächsten Montag. Der gleiche Kreislauf.

Ich habe 20 Jahre lang Kalorien gezählt. Die Kalorien haben zurückgezählt.

Das Problem? Strikte Diäten können dein Cortisol erhöhen – dein Stresshormon. Und erhöhtes Cortisol kann genau das machen, was du vermeiden willst:

  • Fettverbrennung? Es ist möglich, dass sie leidet — besonders am Bauch
  • Heißhunger auf genau das, was du "nicht darfst"? Kann sich verstärken
  • Dein Schlaf? Kann darunter leiden
  • Deine Stimmung? Kann darunter leiden — müde, gereizt

Der Stress, den du durch Verzicht aufbaust, kann dir mehr schaden als das Croissant selbst.

„Der Stress, den du durch Verzicht aufbaust, kann dir mehr schaden als das Croissant selbst.“

So sieht 80/20 im echten Leben aus

Lass uns praktisch werden. Du hast 21 Mahlzeiten pro Woche (3 pro Tag). Mit der 80/20-Regel:

  • 17 Mahlzeiten sind nährstoffreich: Protein zuerst, gesunde Fette, Gemüse, komplexe Kohlenhydrate
  • 4 Mahlzeiten sind flexibel: Das Croissant am Samstag. Das Dessert nach dem Abendessen. Der Brunch mit Freundinnen.

„Dein Körper reagiert nicht auf einzelne Mahlzeiten. Er reagiert auf Muster."

Keine Verbote. Keine Schuldgefühle. Nur bewusste Entscheidungen.

Und wenn die 20 Prozent im Restaurant stattfinden — wie bestellst du klug, ohne innerlich Kalorien zu zählen? Im kostenlosen Restaurant-Guide findest du 5 Strategien für den Abend auswärts, die sich nach Genuss anfühlen — nicht nach Kompromiss.

Ein Beispiel:

Samstag: Du genießt ein Croissant zum Frühstück mit einem guten Kaffee. Mittags isst du einen großen Salat mit gegrilltem Hähnchen. Abends kochst du etwas Leichtes.

So kann sich ein Tag anfühlen: Genuss UND Nährstoffe. Kein Drama. Kein "Ich habe versagt". Nur Leben.

„Keine Verbote. Keine Schuldgefühle. Nur bewusste Entscheidungen.“
Editorial Flat Lay auf dunklem Schiefer: goldenes Croissant auf Messingteller umgeben von Avocado, Lachs, Eiern, Mandeln, Spinat und Blaubeeren — die visuelle 80/20-Balance

Die Fragen, die du dir wirklich stellen solltest

Statt "Darf ich das essen?" frag dich:

  • Wie waren meine letzten 10 Mahlzeiten? Wenn 8 davon nährstoffreich waren – genieße das Croissant ohne Schuld.
  • Werde ich es wirklich genießen? Wenn ja, dann iss es bewusst. Nicht nebenbei. Nicht mit Schuldgefühlen. Sondern mit voller Aufmerksamkeit.
  • Ist es eine bewusste Entscheidung oder ein Impuls? Bewusster Genuss gehört zum Leben. Impulsives Essen aus Stress ist etwas anderes.

Wann ist die 80/20-Regel für dich?

Ja, wenn...

  • → Du es satt hast, ständig "versagt" zu haben
  • → Du Diäten immer nach ein paar Wochen abbrichst
  • → Du essen willst wie ein normaler Mensch
  • → Du langfristig denken möchtest
  • → Du genug hast von Schuldgefühlen

Vielleicht nicht, wenn...

  • → Du ein konkretes medizinisches Ziel hast
  • → Dein Arzt eine spezielle Diät empfohlen hat
  • → Du Lebensmittelunverträglichkeiten hast
  • → Du eine Essstörung behandelst

In diesen Fällen: Sprich mit deinem Arzt oder Ernährungsberater.

Ob 80/20 für dich funktioniert oder ob du gerade in einer Phase bist, in der dein Körper andere Proportionen braucht — das hängt von deiner hormonellen Situation ab. Frag Athena — 7 Fragen kostenlos, ohne Anmeldung.

Dieselbe Frau im selben Straßencafé — Croissant aufgegessen, nur Krümel auf dem Teller, Espressotasse in beiden Händen, zufriedenes friedliches Lächeln

Gesunde Ernährung — Die Wahrheit über “verbotene” Lebensmittel

Es gibt keine "verbotenen" Lebensmittel. Es gibt nur Lebensmittel, die du öfter isst, und solche, die du seltener isst.

Ein Croissant am Wochenende macht biologisch in der Regel keinen relevanten Unterschied, wenn du die restlichen 80% deiner Ernährung im Griff hast. Aber der psychologische Unterschied? Der ist enorm.

Und die 80 Prozent, die den Unterschied machen? Die beginnen morgens. Was du in den ersten 90 Minuten deines Tages tust, bestimmt, wie stabil dein Blutzucker und deine Energie den Rest des Tages bleiben. Die kostenlose Morgen-Formel zeigt dir, wie dieser Start aussehen kann — ohne Müsli-Dogma.

„Das ist das Leben, für das sich die anderen 80 Prozent lohnen."

Frauen, die sich das erlauben, beschreiben oft etwas Ähnliches:

  • Das Gefühl der Einschränkung lässt nach — weil der Kopf aufhört zu verhandeln
  • Heißhungerattacken werden seltener — weil nichts mehr „verboten“ ist
  • Soziale Situationen fühlen sich leichter an — kein innerer Kommentar beim Brunch
  • Durchhalten wird möglich — weil es sich nicht mehr wie Verzicht anfühlt
„Es gibt keine „verbotenen“ Lebensmittel. Es gibt nur Lebensmittel, die du öfter isst, und solche, die du seltener isst.“

Also: Darf ich das Croissant essen?

Ja.

Ich stehe wieder vor der Bäckerei. Derselbe Duft. Dieselbe Butter, dieselben Mandeln. Aber etwas ist anders. Ich verhandle nicht mehr mit mir selbst. Ich bestelle. Ich setze mich hin. Ich genieße jeden einzelnen Bissen – bewusst, ohne Schuldgefühle, ohne inneren Kommentar.

Nicht weil ich aufgegeben habe. Sondern weil ich verstanden habe: Die 80%, die ich gut mache, geben mir die Freiheit für die 20%, die das Leben lebenswert machen. Ein reales Leben beinhaltet Croissants, Wein und Geburtstagskuchen.

Das ist das Leben, für das sich die anderen 80 Prozent lohnen.

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Keine Heilversprechen. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Individuelle Ergebnisse können variieren. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt.

Wichtig:

Ich bin keine Ärztin. Dieser Artikel basiert auf wissenschaftlicher Literatur und meiner eigenen 3-jährigen Erfahrung mit diesem Protokoll.

Wenn du medizinische Fragen hast, Essstörungen behandelst oder spezielle Ernährungsanforderungen hast, sprich bitte mit einem Arzt oder Ernährungsberater. Dies ist keine ärztliche Beratung.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI-Technologie erstellt und von Nela Harosa redaktionell geprüft.