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Blog / Vitamine

Haarausfall in den Wechseljahren:
Der Wert, der im Standard-Blutbild fehlt

Frau Mitte 40 am Marmorwaschtisch nach der Dusche, Haarbürste in der Hand, nachdenklicher Blick

Es ist 7:23 Uhr. Du stehst unter der Dusche, die Augen noch halb geschlossen, und ziehst die Hand durch dein nasses Haar. Deine Finger stoppen kurz. Zwischen ihnen — fünfzehn, vielleicht zwanzig Haare. Eingewickelt, dunkel, lang. Du ziehst sie ab, wäschst sie den Abfluss hinunter und denkst: das ist doch normal.

Zwei Minuten später, vor dem Spiegel. Bürste in der Hand. Die Bürste kommt zurück, und zwischen den Borsten liegt wieder ein kleines Bündel. Du schaust es an. Dann dich. Dann die Bürste. Und irgendwo zwischen Wimperntusche und erstem Espresso denkst du den Satz, den wir alle irgendwann denken:

Wird das jetzt immer so?

Vielleicht liest du das und zählst im Kopf durch. Die Haare auf dem Kissen morgens. Die Haare am Küchenboden. Die Haare, die sich in deinen schwarzen Wollpullover weben wie kleine Erinnerungen, die dich bis zum Meeting begleiten. Du hast das Shampoo gewechselt. Zweimal. Du hast Kokosöl probiert, Rosmarinwasser, Biotin-Kapseln aus der Drogerie, eine Haarmaske, die eine Zeitschrift dir empfohlen hat.

Du hast gegoogelt — natürlich hast du — und bist in der Wechseljahr-Haar-Schleife gelandet, in der jede Frau ab 40 dir mit müder Resignation dieselbe Antwort gibt: Hormone. Da kann man nichts machen.

Nur: das stimmt nicht ganz.

Nicht alles ist „die Hormone". Einiges. Aber nicht alles. Und das „einige", was NICHT die Hormone sind, steht selten in deinem Blutbild — weil es gar nicht erst gemessen wurde.

„Nicht alles ist ‚die Hormone'. Manches ist ein Wert, den niemand gemessen hat."

Was im Abfluss wirklich passiert

Die größte Meta-Analyse zum Thema — 36 Studien, 10.029 Frauen — hat etwas sehr Konkretes gezeigt: Frauen mit nicht-vernarbendem Haarausfall hatten im Durchschnitt deutlich niedrigere Ferritinwerte als Frauen ohne Haarausfall. Rund 59 % der Betroffenen lagen unter dem, was Expertinnen für die Haargesundheit empfehlen. Treister-Goltzman, Skin Appendage Disorders, 2022

Ferritin. Ein Wort, das klingt wie ein italienisches Dessert und in Wahrheit einfach nur dein gespeichertes Eisen ist — die Vorratskammer, auf die dein Körper zurückgreift, wenn er etwas bauen muss. Und dein Haar? Das baut ständig. Jede einzelne Zelle deiner Haarwurzel arbeitet wie ein kleines Atelier, das Keratin herstellt. Und Keratin braucht Eisen wie ein Souffleur seine Noten.

Wenn dein Ferritin-Speicher leer ist, macht dein Körper genau das, was jede vernünftige Regierung in einer Krise tut: er priorisiert. Herz, Gehirn, Lungen — die bleiben versorgt. Die Haarzellen stehen weiter hinten in der Schlange. Nicht essenziell. Kann warten. Nächstes Quartal vielleicht.

Das Wilde: Dein Hämoglobin — der Wert, den deine Ärztin im normalen Blutbild prüft — kann völlig in Ordnung sein. Eine klassische Eisenmangel-Anämie haben nur etwa 8 % der Betroffenen. Der stille, subklinische Mangel, der dein Haar beeinflussen kann, liegt bei fast 60 %. Er ist der zweite Akt. Der, den niemand sucht, weil der erste (die Anämie) bestanden ist.

Und dann kommt die Sache mit Vitamin D. Eine Meta-Analyse mit 81 Studien und über 15.000 Patientinnen fand ein möglicherweise 5,24-fach erhöhtes Risiko für erblich bedingten Haarausfall bei Vitamin-D-Mangel. Über die Hälfte der betroffenen Frauen lag unter dem Optimum. Yongpisarn, Frontiers in Nutrition, 2024

„Dein Körper bringt dein Haar nicht um. Er hört nur auf, es zu versorgen."
Frau Mitte 40 im champagnerfarbenen Satinmantel, sitzt auf dem Marmorwaschtisch, Telefon in der Hand, Blick zum Fenster — Moment ruhiger Klarheit

Der Wert, der im Standard-Blutbild fehlt

Wenn du das nächste Mal zur Ärztin gehst und „Blutbild machen lassen" sagst, bekommst du — in den meisten Praxen, bei den meisten Kassen — genau das: ein Standard-Blutbild. Es prüft Hämoglobin, Leukozyten, Hämatokrit, ein paar andere große Zahlen. Ferritin ist nicht dabei. Nicht standardmäßig. Nicht automatisch. Nicht, ohne dass du es ausdrücklich verlangst.

Das ist kein Skandal, keine Verschwörung und auch kein Fehler deiner Ärztin. Es ist einfach, wie das System gebaut wurde. Ferritin gilt als Zusatzanalyse. Sie kostet ein paar Euro mehr. Und weil die Kassen-Standards aus einer Zeit stammen, in der Haarausfall bei Frauen als „kosmetisch" galt, ist Ferritin nie in den Routine-Kanon gerutscht.

Die gute Nachricht: Du kannst es bekommen. Einfach, indem du es aussprichst. „Könntest du bitte zusätzlich Ferritin und Vitamin D mitmessen?" Ein Satz. Zwei Werte. Der Rest ist Biologie.

Vielleicht liegst du dann im grünen Bereich, über 60 ng/mL Ferritin, Vitamin D im Optimum, und wir können deine Haare als Wechseljahr-Drama verbuchen. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht sagt dir der Laborzettel etwas, was du nie erwartet hattest — und plötzlich hat das Bündel in der Bürste einen Namen und eine Richtung.

Und vielleicht — vielleicht — ist das der größte Befreiungsschlag, den Frauen in den Wechseljahren gerade nicht über Hormone, sondern über Information bekommen können: die Erkenntnis, dass nicht jeder Verlust ein Schicksal ist. Manchmal ist es eine Zahl, die keiner gesucht hat — und die du ab jetzt kennen darfst.

„Nicht jeder Verlust ist ein Schicksal. Manchmal ist es eine Zahl, die keiner gesucht hat."

Haar ist nur eine von fünf Dimensionen

Dein Haar erzählt nicht die ganze Geschichte. Es ist eine von fünf Dimensionen deiner Ausstrahlung — neben Haut, Schlaf, Ernährung und Lifestyle. Manchmal liegt der größte Hebel woanders, als du denkst. Manchmal ist es genau da, wo du ihn vermutest. Und manchmal bist du einfach schon näher am grünen Bereich, als dein Morgenspiegel dich glauben lässt.

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Morgen früh, 7:23 Uhr, wieder unter der Dusche. Du ziehst die Hand durch dein nasses Haar, deine Finger stoppen — und dieses Mal schaust du die Haare anders an. Nicht mit Panik, nicht mit Resignation. Sondern mit der leisen Neugier einer Frau, die weiß, dass es einen Namen geben könnte für das, was gerade passiert.

Die weiß, dass sie ihrer Ärztin beim nächsten Termin zwei Wörter sagen wird: Ferritin. Vitamin D.

Der Abfluss rauscht. Das Shampoo wartet. Und du, zum ersten Mal seit langem, fühlst dich nicht besiegt, sondern informiert.

Keine Heilversprechen. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Individuelle Ergebnisse können variieren. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder qualifizierten Gesundheitsdienstleister. Nahrungsergänzungsmittel (Eisen, Vitamin D) sollten nur nach Rücksprache mit einer Ärztin und bei nachgewiesenem Mangel eingenommen werden.

Wichtig:

Ich bin keine Ärztin. Dieser Artikel basiert auf wissenschaftlicher Literatur und meiner eigenen 3-jährigen Erfahrung mit diesem Protokoll.

Wenn du medizinische Fragen hast, sprich bitte mit einem Arzt. Dies ist keine ärztliche Beratung, sondern Bildung über biologische Zusammenhänge. Individuelle Ergebnisse können variieren.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI-Technologie erstellt und von Nela Harosa redaktionell geprüft.